Genehmigungen für die Nutzung von Drohnen

Der Aufstieg eines unbemannten Luftfahrtsystems bedarf stets einer Genehmigung (nach § 16 Abs. 1 Nummer 7 LuftVO).

Beim Betrieb eines UAS gibt es eine besondere Gefährdungslage. Diese besteht zumeist darin, dass Objekte zum Beispiel zur Erstellung von Bildaufnahmen direkt angeflogen werden. Auch wird bewusst in der Nähe von Menschen geflogen, für die ein plötzlich herabstürzendes manövrierunfähiges Luftfahrtgerät zu einer tödlichen Gefahr werden kann. 

 

Hinzu kommt, dass der Steuerer neben dem Fliegen auch auf das Erreichen des mit dem Aufstieg verbundenen Hauptzwecks achten muss. Seine Konzentration gilt damit nicht allein dem Fliegen und der Beobachtung des Luftraums. Letzteres ist aber von grundsätzlicher Bedeutung, da der Luftverkehr - auch durch das in den vergangenen Jahren verstärkt aufgekommene Betreiben von unbemannten Luftfahrtgeräten - zugenommen hat. Nunmehr ist darauf zu achten, dass es nicht zu Kollisionen kommt, sowohl mit der bemannten als auch mit der unbemannten Luftfahrt.

Eine Aufstiegserlaubnis für ein unbemanntes Luftfahrtsystem erteilt die zuständige Luftfahrtbehörde  der Bundesländer auf Antrag dann, wenn die beabsichtigten Nutzungen nicht zu einer Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung führen kann. (gemäß § 16 Abs. 4 LuftVO)

 

Achtung:


Wird ein unbemanntes Luftfahrtgerät zu Sport- und Freizeitzwecken betrieben, ist sein Aufstieg erlaubnisfrei, wenn seine Gesamtmasse (inklusive Nutzlast) nicht mehr als 5 Kilogramm beträgt und es ohne Verbrennungsmotor in einer Entfernung von mehr als 1,5 Kilometer zu einem Flugplatz betrieben wird. Sobald mit dem unbemannten Luftfahrtgerät aber Luftbilder erstellt werden, gilt es als UAS, dessen Aufstieg genehmigt werden muss. Daher muss auch der Aufstieg eines unbemannten Luftfahrtgeräts, der zum Erstellen privater Luftbildaufnahmen erfolgt, genehmigt werden.


Einzelaufstiegs- und Allgemeinerlaubnis


Es kann sowohl eine Einzelaufstiegs- als auch eine Allgemeinerlaubnis für den Aufstieg eines unbemannten Luftfahrtsystems beantragt werden. Die Einzelaufstiegserlaubnis gilt nur für bestimmte, einzelne zeitlich begrenzte Vorhaben. Die Allgemeinerlaubnis wird generell für das Gebiet des Bundeslandes erteilt. Sie wird Zeitlich begrenzt. Sie gilt nur für Luftfahrtgeräte ohne Verbrennungsmotor mit einer Gesamtmasse inkl. Nutzlast bis max. 5 Kilogramm  und einer max. Flughöhe von 100 Metern über Grund.


Darauf ist zu achten:

 

Der Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen darf nur in Sichtweite des verantwortlichen Steuerers erfolgen. Verboten ist der Aufstieg außerhalb der Sichtweite des Steuerers (gemäß § 15a Abs. 3 Satz 1 LuftVO). Außerhalb der Sichtweite des Steuerers ist das unbemannte Luftfahrtgerät dann, wenn dieses durch den verantwortlichen Steuerer ohne besondere optische Hilfsmittel (z.B. Fernglas) nicht mehr zu sehen oder eindeutig zu erkennen ist.

Daher ist das Steuern des unbemannten Luftfahrtsystems durch den verantwortlichen Steuerer unter Zuhilfenahme einer Videobrille nicht erlaubt. Bei  Verwendung der Videobrille kann der Steuerer  das unbemannte Luftfahrtsystem und seine Lage im Luftraum nicht beobachten. Ohne das optische Hilfsmittel kann nicht erkannt werden, an welcher Stelle sich das Luftfahrtgerät befindet. Dies gilt vor allem dann, wenn das Luftfahrtgerät in einer solchen Entfernung fliegt, dass der Steuerer mit bloßem Auge keinen Sichtkontakt mehr hat.

Der Aufstieg eines unbemannten Luftfahrtsystems ist auch dann nicht erlaubt, wenn dieses eine Gesamtmasse von mehr als 25 Kilogramm hat (gemäß § 15a Abs. 3 Satz 1 LuftVO)

Die zuständige Luftfahrtbehörde kann in Gebieten mit Flugbeschränkungen nach § 11 LuftVO (sog. Flugbeschränkungsgebiete) und für den Fall des Betriebs, der nicht über den Flugplatzverkehr eines Landesplatzes hinaus erfolgt, Ausnahmen von dem Verbot nach § 15a Abs. 3 Satz 1 LuftVO zulassen. Dies ist möglich, wenn von der beantragten Nutzung des Luftraums keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen (§ 15a Abs. 3 Satz 3 LuftVO). Dies ist durch die zuständige Luftfahrtbehörde jedoch immer im Einzelfall zu prüfen.

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